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Outdoorschuhe – Welche Eigenschaften macht Leder interessant für die Produktion?

 

Outdoorschuhe sind eine spezielle Schuhform, die besonderen Anforderungen genügen muss. Sie sollen die Füße bei extremen Belastungen stützen und außerdem einen guten Schutz für Verletzungen aller Art bieten. Dabei unterscheidet die Wanderschuhproduktion sich nach den jeweiligen Einsatzgebieten. Ein Flachlandwanderschuh muss andere Voraussetzungen erfüllen, als ein Schuh, der für Bergwanderungen im Hochgebirge eingesetzt wird. Outdoorschuhe sind genau aus diesem Grund immer mindestens knöchelhoch, weil Verletzungen in der Regel im Bereich der Fußgelenke entstehen.

Um die Schutz- und Stützfunktion auch in extremen Situationen zu gewährleisten, wird ein Wanderschuh anders aufgebaut als normale Straßenschuhe. Sie müssen ausgleichend wirken bei unebenem oder rutschigem Gelände und auch mit zusätzlichen Gewichtsbelastungen, wie etwa durch das Tragen eines Rucksackes, zurechtkommen. Leder ist als natürliches Material sehr robust und wird für den Großteil der Wanderschuhproduktion als bevorzugtes Material verwendet.

Wenn die raue Lederseite dabei nach außen zeigt, ermöglicht das sogar das Beseitigen von Oberflächenbeschädigungen, wie sie etwa beim Wandern über ein Geröllfeld entstehen können. Bei glattem Leder ist das nicht möglich. Leder, das für die Wanderschuhproduktion verwendet wird, wird überwiegend mit pflanzlichen Mitteln gegerbt. Seit langer Zeit ist auch die Chromgerbung ein probates Mittel, um das natürliche Ausgangsmaterial in seinen positiven Eigenschaften zu unterstützen.

Mithilfe von drei verschiedenen Chromsalzen bei der Gerbung wird hier eine extreme Wasserfestigkeit erreicht, wie sie für Outdoorschuhe erforderlich ist. Auch das unterscheidet das Leder bei Outdoorschuhen von der herkömmlichen Schuhproduktion, die auf eine mineralische Gerbung des Oberleders zurückgreift. Außerdem wird hier in der Regel darauf geachtet, dass es sich um starkes und dickes Leder handelt. Bei der Herstellung von Outdoorschuhen unterscheidet man zwischen einer geklebten und einer genähten Variante. Da Nähte immer auch eine Schwachstelle darstellen, ist der Schaft eines Outdoorschuhs aus Leder in der Regel mit dreifachen Nähten versehen, weil von der Anzahl und Qualität der Nähte auch die Haltbarkeit des Schaftes abhängt.

Leder hat sich bei der Produktion von Outdoorschuhen als das haltbarste Material schlechthin erwiesen und wird deshalb für die Herstellung von BergOutdoorschuhen bevorzugt. Bei Leder handelt es sich um ein zähes und festes Material. Es ist von Natur aus eher wasserundurchlässig und somit sehr geeignet für den Outdoor-Bereich. Trotzdem ist es dehnungsfähig und luftdurchlässig, was sich bei der Wanderschuhproduktion als wichtig erweist. Für die Herstellung von Outdoorschuhen wird meistens Rindsleder – auch Rindbox – genannt, verwendet. Aufgrund seiner Faserdichte, die eine massive Struktur aufweist und dabei trotzdem biegsam bleibt, ist es für belastungsfähiges Gebrauchsschuhwerk wie Outdoorschuhe genau das richtige Ausgangsmaterial.

Auch im Innenfutterbereich von Outdoorschuhen kommt Leder zum Einsatz. Häufig werden hier auch Kombinationen mit anderen Materialien verwendet. Die Stellen jedoch, die einer extremen Belastung ausgesetzt sein können, werden durch ein Lederfutter wesentlich haltbarer. Outdoorschuhe aus Leder bedürfen natürlich auch einer besonderen Pflege und sie müssen regelmäßig imprägniert werden, um Witterungseinflüssen standzuhalten. Bei der Verwendung von speziellen Lederfetten ist sorgfältig darauf zu achten, dass keine Überfettung stattfindet. Diese würde die ausgezeichneten klimatischen Eigenschaften des Leders zu ihrem Nachteil verändern. Leder ist ein natürliches Material, das sich durch große Haltbarkeit bei höchstmöglicher Flexibilität und gutem Klimaaustausch ausgezeichnet für die Wanderschuhproduktion eignet.